Judo ist eine japanische Kampfsportart, die ursprünglich auf Ju-Jitsu aufbaut. Der Name Judo stammt aus den japanischen Silben „ju“ und „do“, was übersetzt „der sanfte Weg“ bedeutet. Er steht für das Prinzip des Judos: „Siegen durch Nachgeben“ beziehungsweise mit einem Minimum an Aufwand eine maximale Wirkung zu erreichen. Judo ist nicht nur Zweck zur Leibesertüchtigung sondern beinhaltet auch Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung.
Jigoro Kano (1860 – 1938) Das heute praktizierte Kadokan-Judo wurde von Jigoro Kano Anfangs des 20.Jahrhunderts entwickelt. Er entfernte Waffen-, Tritt- und Schlagtechniken aus den Vorläuferformen des Judos, entwickelte neue Wurftechniken und verwarf alte, und lehrte Falltechniken. Außerdem bestand fortan die Möglichkeit, im Kampf aufzugeben. Das Training fand auf Reisstrohmatten (Tatami) statt, welche die Verletzungsgefahr erheblich senkten.
1882 gründete Jigoro Kano seine eigene Schule, das Kodokan. Die Schule fand regen Zulauf und musste aufgrund des wachsenden Platzbedarfs insgesamt siebenmal umziehen. 1938 starb Jigoro Kano an einer Lungenentzündung.
Das von ihm begründete Kodokan-Judo jedoch lebt weiter und erfreut sich an einer wachsenden Popularität. Heute ist Judo die am meisten betriebene Zweikampfsportart der Welt und seit 1964 auch eine Olympische Disziplin.
In der Schweiz alleine existieren heute 320 Clubs und Sportschulen, die dem schweizerischen Judo und Ju-Jitsu Verband (SJV) angehören.
